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SDG 15 - Leben an Land
Schutz der Landökosysteme, die Wiederherstellung, sowie ihre nachhaltige Nutzung zu fördern.

Fakten

Ziel

Wir Menschen sind Teil des Ökosystems der Erde. Wir brauchen Tiere, Pflanzen und die natürlichen Stoffkreisläufe, um zu überleben. Die Natur versorgt uns mit Sauerstoff, Nahrung, sauberem Wasser und Materialien für unsere Wohnungen und unsere Kleidung, wie z. B. Holz oder Baumwolle.

Gleichzeitig konkurrieren wir mit der Natur um Flächen, die wir für Landwirtschaft, Straßen und Städte benötigen. Dadurch entsteht eine Belastung für die Ökosysteme, die durch Begleiterscheinungen der industriellen Gesellschaft und Landwirtschaft wie Pestizide, Lärm und Abgase noch verschärft wird. Als Folge des menschengemachten Klimawandels kommen verstärkt Dürren, Waldbrände und Überschwemmungen hinzu sowie eine Verschiebung der Jahreszeiten und der Klimazonen, die den Lebensrhythmus vieler Tier- und Pflanzenarten durcheinanderbringt.
  
Fest steht: Die Natur steht unter Stress. Viele Tier- und Pflanzenarten sind bereits vom Aussterben bedroht, hinzu kommt ein Rückgang von Waldflächen, der in Verbindung mit intensiver Landwirtschaft zum Auslaugen der Böden und zur Bildung von Steppen und Wüsten beiträgt. 

Es besteht also dringender Handlungsbedarf zum Schutz der Tiere, Pflanzen und Ökosysteme. Mit dem 15. Ziel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit dem Titel „Leben an Land“ haben sich die Staaten der Welt deshalb darauf geeinigt, die Ökosysteme an Land zu erhalten, wiederherzustellen und nachhaltig zu nutzen. Dies beinhaltet die Bekämpfung der Abholzung der Wälder, der Bodenerosion, der Wüstenbildung und des Artensterbens. Darüber hinaus soll der Naturschutz künftig in alle nationalen und lokalen Planungen und Entwicklungsprozesse einbezogen werden.

Die Gefährdung der Ökosysteme durch menschliche Einflüsse ist ein Problem, das Menschen im Globalen Norden und im Globalen Süden gleichermaßen betrifft und stark mit weiteren Zielen der Agenda 2030 zusammenhängt: Unsere Produktions- und Konsummuster (SDG 12) und die Art, wie wir Städte und Verkehr gestalten (SDG 11) wirken sich auf den Zustand der Umwelt an Land (SDG 15) und unter Wasser (SDG 14) sowie auf das Klima (SDG 13) aus. Letztlich schaden wir uns mit nicht-nachhaltigem Verhalten selbst, da wir mit den Ökosystemen auch die Grundlagen unserer Ernährung (SDG 2) zerstören. Besonders verletzlich sind dabei benachteiligte Bevölkerungsgruppen im Globalen Süden, die bereits jetzt mit Armut, Hunger, Mangelernährung sowie den Folgen des Klimawandels und einer belasteten Umwelt zu kämpfen haben. In einigen Ländern des Globalen Südens ist besonders die Gefahr der Wüstenbildung ein großes Problem. Ein positives Beispiel dafür, wie Länder sich dem entgegensetzen, sieht du hier. 

Weltrekord im Bäume pflanzen

Am 30. Juli 2019 hat Äthiopien einen neuen Weltrekord aufgestellt: In nur 24 Stunden wurden in dem ostafrikanischen Land 350.000 Baumsetzlinge gepflanzt. Damit übertrifft Äthiopien deutlich den bisherigen Weltrekord von 50.000 Baumsetzlingen an einem Tag, der 2018 in Indien aufgestellt wurde. In vielen Behörden des Landes wurden Regierungsangestellte freigestellt, um sich an der Aktion zu beteiligen, außerdem beteiligten sich zahlreiche Umweltorganisationen und Freiwillige.

Die Aktion ist Teil der „Green Legacy Initiative“ der äthiopischen Regierung, in deren Rahmen insgesamt vier Milliarden Bäume angepflanzt werden sollen, um Entwaldung, Bodenerosion und den Klimawandel zu bekämpfen. Etwa 80% der äthiopischen Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, die sowohl eine der Hauptursachen der Bodenerosion als auch besonders schwer von den Folgen betroffen ist. Aufforstung ist eine einfache Maßnahme, um dem entgegenzuwirken und gleichzeitig den Klimawandel zu bekämpfen.

Buzzwords

Permakultur: Landwirtschaft als Ökosystem

Eine der Hauptursachen für die Bedrohungen der natürlichen Ökosysteme ist die industrielle Landwirtschaft mit immer größerem Flächenbedarf und dem Einsatz von Gentechnik, Kunstdünger und Pestiziden. Es geht aber auch anders! Die Permakultur setzt auf kleinräumige Landwirtschaft und eine gemischte Bebauung der Felder mit in sich geschlossenen Nährstoffkreisläufen. Sie imitiert also Funktionsweise von Ökosystemen. Wie genau das geht, zeigen Charles und Perrine Hervé-Gruyer, die ihren Landwirtschaftsbetrieb nach diesem Prinzip bewirtschaften. 


ARD: Permakultur – Zukunftsweisende Landwirtschaft

Menschen haben eine endlose Liste an Waffen, die das Artensterben beschleunigen: Sie Jagen, führen invasive Arten ein und verändern das Klima unglaublich schnell. Sie verändern die Chemie der Ozeane und die Oberfläche des Planeten, sie überfischen die Meere und holzen Wälder ab, um Monokulturen zu pflanzen. Das alles auf Kosten der Biodiversität – und dieser Preis ist hoch! 

Laut Naturschutzbund NABU entstehen „mit jeder aussterbenden Tier- und Pflanzenart, mit jedem verschwundenen Lebensraum immer größere Löcher im Netz des Lebens, das uns alle trägt. Nur eine intakte Natur versorgt uns dauerhaft mit guten Lebensmitteln, fruchtbaren Böden sowie sauberem Trinkwasser und schützt uns vor Hochwasser, Dürre und Bodenerosion.“ 

Loki Schmidt Stiftung

Die Naturschutzprojekte der Stiftung finden sich jenseits des umweltpolitischen Alltags und reichen von konkreten Biotop- und Artenschutzmaßnahmen in der Landschaft bis zur Förderung von Straßenbaumpflanzungen, von der Auwald-Entwicklung an der Elbe bis zur Organisation des Langen Tages der StadtNatur für die Menschen in Hamburg und Umgebung. Dabei arbeiten sie mit vielen verschiedenen Partnern und Förderern zusammen.

Permakultur: Landwirtschaft als Ökosystem

Eine der Hauptursachen für die Bedrohungen der natürlichen Ökosysteme ist die industrielle Landwirtschaft mit immer größerem Flächenbedarf und dem Einsatz von Gentechnik, Kunstdünger und Pestiziden. Es geht aber auch anders! Die Permakultur setzt auf kleinräumige Landwirtschaft und eine gemischte Bebauung der Felder mit in sich geschlossenen Nährstoffkreisläufen. Sie imitiert also Funktionsweise von Ökosystemen. Wie genau das geht, zeigen Charles und Perrine Hervé-Gruyer, die ihren Landwirtschaftsbetrieb nach diesem Prinzip bewirtschaften. 

ARD: Permakultur – Zukunftsweisende Landwirtschaft

Oasen: Biotope in der Wüste

Die marokkanische Regierung unterhält ein großangelegtes Umweltschutzprogramm zur Erhaltung und Aufforstung der Oasen am Rand der Sahara, welches zugleich die lokale Wirtschaft durch den Anbau von Dattelpalmen und den Ökotourismus fördert. Die traditionellen Methoden der Wassergewinnung und Oasenbewirtschaftung, die ein wichtiger Teil des nationalen Kulturerbes sind, werden dabei durch moderne Methoden wie die Tröpfchenbewässerung und die Züchtung der Palmenschösslinge in Laboren ergänzt. Die Oasen bilden eine Barriere zwischen der Wüste und den angrenzenden Regionen tragen so zum Kampf gegen Bodenerosion und Klimawandel bei.

Nachhaltiger Naturkautschuk aus Indonesien

Naturkautschuk ist der Rohstoff, aus dem Gummi und Latex hergestellt werden. Diese Materialien werden von der Industrie und von Haushalten zum Beispiel für Autoreifen, Schaumstoffmatratzen, Gummihandschuhe und Dichtungen verwendet. Wie Palmöl und Soja wächst auch Kautschuk in den Tropenregionen der Erde – zweitgrößter Produzent weltweit ist Indonesien. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Reifenhersteller Continental arbeiten gemeinsam daran, eine nachhaltige Lieferkette für Naturkautschuk sicherzustellen. Dazu werden 400 indonesische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern im nachhaltigen Kautschukanbau geschult. Sie erhalten die Möglichkeit, ihre Erträge zu erhöhen, sich zu Kooperativen zusammenzuschließen und den zertifizierten nachhaltigen Kautschuk direkt zu vermarkten. Damit sollen der Regenwald geschützt, bessere Einkommensmöglichkeiten für die Erzeuger und Transparenz entlang der gesamten Lieferkette sichergestellt werden. 

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In den letzten 50 Jahren ist die Anzahl der Wirbeltiere stark geschrumpft. Was schätzt du: Um wie viel Prozent ist die Anzahl der Wirbeltiere bereits zurückgegangen?

60 %

Laut dem Living Planet Report 2018 des WWF sind zwischen den Jahren 1970 und 2014 die Zahl der weltweit lebenden wilden Wirbeltiere um 60% gesunken. 

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