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SDG 04 - Hochwertige Bildung
Eine inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung soll allen Menschen ermöglicht werden.

Fakten

Ziel

Bildung ermöglicht es uns, einem bestimmten Beruf nachgehen und unser Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Durch sie erhalten wir weit mehr als die Möglichkeit, ausreichend Geld zu verdienen. Wer gebildet ist, hat gelernt, selbstständig zu denken, sein eigenes Handeln abzuwägen und an den politischen und gesellschaftlichen Prozessen teilzunehmen. Diese Chance sollte jeder Mensch haben.

Buzzwords

Bildung als Menschenrecht

Längst nicht alle Menschen auf der Welt haben Zugang zu hochwertiger Bildung, beispielsweise, weil sie sich den Schulbesuch nicht leisten können oder aufgrund ihrer Zugehörigkeit zu einer Minderheit vom Bildungssystem ausgeschlossen zu werden.

Daher hat sich die Staatengemeinschaft im Rahmen der Agenda 2030 das Ziel gesetzt, bis 2030 für alle Menschen inklusive, chancengerechte und hochwertige Bildung sicherzustellen sowie Möglichkeiten zum lebenslangen Lernen zu fördern. Hierzu zählt u.a. die Ermöglichung einer gleichberechtigten, kostenlosen und hochwertigen Bildung in den Vor- und Grundschulen, den weiterführenden Schulen sowie in Universitäten und der Berufsbildung.

Dabei sollen bestehende Ungerechtigkeiten zwischen Mädchen und Jungen beseitigt werden, um einen Zugang zu Bildung für alle Menschen möglich zu machen. Auch soll sichergestellt werden, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen erwerben, um unsere Gesellschaft sowie Umwelt und Wirtschaft auf dem Weg einer nachhaltigen Entwicklung mitzugestalten.

Diese Ziele sollen beispielsweise erreicht werden durch den (Aus-)Bau von inklusiven Bildungseinrichtungen, einer besseren Ausbildung der Lehrkräfte und durch eine erhöhte Verteilung von Stipendien, insbesondere in den sogenannten Ländern des Globalen Südens.

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Wie viele Millionen Mädchen können nicht richtig lesen und schreiben?

650 Mio


Mädchen werden nach wie vor deutlich stärker in den Haushalt eingebunden als Jungen. Sie kochen häufiger, werden von ihren Eltern aufgefordert, das Haus oder die Wohnung sauber zu halten, sich um jüngere Geschwister kümmern oder den kranken Großvater zu pflegen. Knapp eine halbe Million Kinder und Jugendliche pflegen in Deutschland ihre Angehörigen, schieben den Rollstuhl der Mutter oder füttern den Vater. In Ländern des globalen Südens erledigen Mädchen im Alter von zehn bis 14 sogar doppelt so häufig Arbeiten im Haushalt wie Jungs. Das bedeutet auch, dass sie nicht zur Schule gehen, nicht ausreichend lernen können und ihre intellektuellen Fähigkeiten nicht weiterentwickeln. Studien zufolge führt jedes weitere Jahr, das ein Mädchen zur Grundschule geht, später zu einem durchschnittlich um zehn bis 20 Prozent höheren Einkommen. So aber fehlt ihnen später häufig die Bildung, die sie bräuchten, um unabhängig leben zu können. Sie werden oft von ihren Eltern früh verheiratet, weil ihnen die Ehe zumindest finanzielle Sicherheit bietet. Heutzutage leben so rund 650 Millionen Mädchen und junge Frauen, die vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet waren – das ist jede Fünfte. 

Warum brauche ich Bildung?

Bei uns in Deutschland ist Schule Pflicht für die ersten zehn Schuljahre. Im Jahr 1919 wurde das beschlossen. Der Grund für die Schulpflicht ist: Alle Kinder sollen die gleichen Chancen auf Bildung haben. Früher behielten die ärmeren Familien ihre Kinder oft zu Hause, damit sie beispielsweise auf den Feldern helfen konnten. Gut für den Familienbetrieb, schlecht für die Zukunft der Kinder. Schulen sind neben dem Vermitteln von Lernstoff auch zum Austausch der Kinder untereinander da. Hier lernen sie zudem Eigenverantwortlichkeit und Selbständigkeit. Zur Schulpflicht gehört die regelmäßige Teilnahme am Unterricht, aber auch an sämtlichen schulischen Veranstaltungen außerhalb der Unterrichtszeiten wie zum Beispiel Klassenfahrten oder Schulausflügen.
Nicht nur deutsche Kinder, auch diejenigen, die aus dem Ausland aufgrund von Krieg oder Verfolgung nach Deutschland gekommen sind, unterliegen der Schulpflicht. Meistens unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus, also ganz egal, wie lange sie überhaupt in Deutschland bleiben können.
 Es gibt aber auch Länder, die nur eine Bildungspflicht haben. Das heißt, dass die Kinder zwar lernen müssen, aber nicht unbedingt in einer Schule. 
Sie können genauso gut zuhause von ihren Eltern oder Privatlehrern und Lehrerinnen unterrichtet werden. So ist es beispielsweise in Großbritannien, Australien, Dänemark und in den USA. 

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Weiterführende Links

Coole Posts zum Thema Bildung – von der tätowierten Schulverweigerin Pippi Langstrumpf auf dem Unterarm bis hin zu Cartoons („Was willst du werden, wenn du groß bist? Glücklich!“) und aktuellen Infos zu Bildungsoffensiven der Politik - findest Du bei Instagram unter dem Hashtag #bildung. 

Quellen